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Lehramt Grundschule, Anonym

Arbeitsalltag einer Grundschullehrerin

Meine Entscheidung Grundschullehramt zu studieren, fiel nach einem Praktikum in der Schule. Ich verbrachte 2 Wochen in einer zweiten Klasse, um mir die Arbeit und das Unterrichten dort anzusehen. Überzeugt hat mich dann die Vielfalt in der täglichen Arbeit des Grundschullehrers: In der Grundschule gilt das Klassenlehrerprinzip; d.h. als Lehrkraft unterrichtet man in der Regel die Haupt- und Nebenfächer in seiner eigenen Klasse. Abwechslung ist hierbei garantiert! (Ausnahmen bilden Handarbeit und ggf. der Religions- und Englischunterricht.) Auf diese Weise habe ich die Möglichkeit fächerübergreifend zu arbeiten oder Projekte in meiner Klasse durchzuführen, ohne dabei Stundenverlegungen organisieren zu müssen. Gleichzeitig gibt mir der Klassenunterricht die Freiheit, die Fächer so im Tagesablauf anzuordnen, wie es den Bedürfnissen der Kinder entspricht oder aus organisatorischen Gründen notwendig ist. Darüber hinaus kann ich den jeder Klassenlehrkraft zur Verfügung stehenden Förderunterricht entsprechend des Leistungsstandes der Schülerinnen und Schüler gestalten und bspw. eine zusätzliche Stunde Mathematik einplanen.

In der Grundschule führt die Lehrkraft ihre Klasse in der Regel über zwei Jahre; in diesen zwei Jahren lernen sich Lehrkraft und Kinder sehr gut kennen und lernen, zusammen zu arbeiten. Als Lehrer kann ich die Kinder über zwei Jahre begleiten und sie auf einem spannenden Weg in ihrem Leben begleiten. Nie wieder lernen Kinder so viel Neues und Aufregendes wie in den ersten Jahren der Grundschulzeit. Dies verlangt neben dem Unterrichten selbst von der Lehrkraft auch soziale und pädagogische Fähigkeiten. Die Kinder müssen an das Schulleben herangeführt werden, Verhaltensweisen erlernen und sich in der Schulgemeinschaft zurechtfinden.

Neben der Arbeit mit den Kindern und dem täglichen Unterrichten ist in der Grundschule die Elternarbeit von großer Bedeutung und nimmt einen großen Raum ein. Regelmäßige Elternabende und Gesprächstermine sollen den notwendigen Kontakt zwischen Schule und Elternhaus fördern und intensivieren. Vor- und Nachbereitung der Gespräche sind unerlässlich. An vielen Schulen ist es mittlerweile Standard, dass die Lehrkräfte einer Klassenstufe zusammenarbeiten. Dies erfordert zum einen genaue Absprachen, bietet aber zum anderen auch die Möglichkeit sich auszutauschen und Unterrichtsentwürfe bzw. Sequenzplanungen zu besprechen.

Positiv erlebe ich in der Grundschule die Möglichkeit, an außerschulischen Lernorten mit den Kindern zu arbeiten. Ausflüge und Unterrichtsgänge gehören regelmäßig zum Alltag in der Grundschule und bieten neue Lernchancen. Gleichzeitig stärken sie die Klassengemeinschaft und sind die Ereignisse aus der Grundschulzeit, die den Kindern in Erinnerung bleiben werden.

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