Ladesymbol
FAU-Logo
  • Orientiere Dich
  • Informiere Dich
  • Neigungs­check
  • Deine Fächer
  • Studien­beginn

Molekulare Medizin, Lucie

Warum hast Du Dich für den Studiengang Molekulare Medizink entschieden?

Ich war schon immer an Naturwissenschaften (vor allem Biologie und Chemie) interessiert, wollte aber kein Ingenieursstudium anfangen und auch nicht reine Biologie studieren. Bei den Unitagen der FAU Erlangen hab ich dann zufällig von MolMed erfahren und war sofort von der Mischung aus naturwissenschaftlichen Grundlagen und dem Anwendungsbezug in der biomedizinischen Forschung begeistert.

Was machst Du als Student der Molekularen Medizin?

Im Master geht es neben der Vermittlung von Wissen vor allem um das Erlernen von Fähigkeiten, die in der Forschung benötigt werden. Dazu gehört das Lesen und Diskutieren von wissenschaftlichen Publikationen, das praktische Erlernen verschiedener Methoden im Labor, das Schreiben von Fördergeldanträgen, das Erstellen und Vorstellen von Präsentationen, der Umgang mit Versuchstieren etc.

Wie sieht Dein Uni-Alltag aus?

Im Master haben wir, neben einigen Vorlesungen, vor allem viele Seminare zu verschiedenen Themengebieten, die schon in Grundzügen im Bachelor behandelt wurden, beispielsweise Zellbiologie, und einige spezialisierte Kurse, z.B. zu biomedizinischen Methoden, die in der Forschung Anwendung finden, oder Bioinformatik oder Embryologie. In diesen Seminaren werden viele Referate auf Deutsch oder Englisch gehört und gehalten, meist über wissenschaftliche Publikationen, man muss also viel lesen und dann das Gelesene präsentieren.

Außerdem haben wir viele Praktika, die wir uns selbst in verschiedenen Arbeitsgruppen in Erlangen oder anderswo aussuchen können. Diese dauern zwischen drei Wochen und mehreren Monaten und ermöglichen das selbstständige Arbeiten in einem Forschungslabor. Der Alltag hängt stark von der Gruppe und dem Thema ab, meist sechs bis neun Stunden Laborarbeit, lesen zum Thema, besprechen der Ergebnisse mit dem Betreuer, verschiedene Seminare…

Welchen Tipp gibst Du Studieninteressierten bzgl. des Studiums? Gibt es bestimmte Stolpersteine vor denen Du warnen möchtest?

Das Studium ist sehr arbeitsintensiv und in weiten Teilen sehr anstrengend mit wenig Freizeit (aber natürlich kann jedes Studium sehr anstrengend sein). Es bereitet auf die biomedizinische Forschung vor, und zwar ziemlich gut, auch wenn es natürlich noch Verbesserungsbedarf in einigen der Strukturen des Studiums gibt (auch das trifft auf viele Fächer zu, nicht nur auf MolMed). Das heißt, dass man gute Chancen hat, in der Forschung Fuß zu fassen, sei es an der Uni (o.ä.) oder auch in der Industrie, allerdings ist z.B. eine Laufbahn an der Uni nicht durch sonderlich gute Arbeitsbedingungen gekennzeichnet (viel Arbeit, wenig Geld und Festanstellung quasi erst als Professor). Von daher sollte man sich für diese Laufbahn nur entscheiden, wenn man wirklich mit Begeisterung und Leidenschaft dabei ist (wobei es natürlich noch viele Alternativen nach diesem Studium gibt, z.B. in der Industrie).

Mit diesem Studium ist es einem nicht erlaubt, Arzt zu werden. Wer eigentlich Humanmedizin studieren will, um mit Patienten zu arbeiten, sollte sich NICHT für MolMed entscheiden.

Das Studium beinhaltet in den höheren Semestern die Arbeit mit Versuchstieren, wie z.B. Mäusen. Aufgrund von mangelnden Alternativen bei der Untersuchung von lebenden Organismen ist das leider ein wichtiger Teil der biomedizinischen Forschung. Wer sich mit dem Gedanken unter gar keinen Umständen anfreunden kann, sollte vielleicht über alternative Studiengänge nachdenken (auch wenn es im Labor oft Möglichkeiten gibt, den direkten Kontakt zu den Tieren zu vermeiden, wenn es unbedingt sein muss).

Englisch ist die Sprache der internationalen Forschung und Publikationen, Konferenzen etc. laufen auf Englisch. Das lässt sich lernen und niemand wird schief angeschaut, wenn Fehler gemacht werden, aber man sollte sich darauf einstellen, Englisch zu sprechen und zu schreiben, auch wenn derzeit nur wenige der Kurse auf Englisch sind (und auch erst in den höheren Semestern).

Ein sehr positiver Punkt ist, dass es nur wenige Studenten in jedem Semester gibt und der Kontakt zwischen den Studenten so sehr groß ist und es auch mit den Dozenten viel Austausch gibt.

Warum hast Du Dich für die FAU entschieden? Warum für dieses Fach in Erlangen?

In Erlangen ist der MolMed Master nicht spezialisiert und bietet so die Möglichkeit, in viele Fächer genauer einzusteigen. Da ich mich nach dem Bachelor noch nicht spezialisieren wollte, passte mir das sehr gut. Außerdem kann man die vielen Praktika (mindestens 3 x 3 Wochen, 1 x 6 Wochen und sechs Monate Masterarbeit, das ist mehr als an vielen anderen Unis) ziemlich frei wählen und so genau die Labore und Methoden kennenlernen, die man gerne möchte. Außerdem hatte ich schon den Bachelor in Erlangen gemacht und kannte deshalb viele Dozenten und auch die studentischen Strukturen hier (z.B. Fachschaft), das kann sehr hilfreich sein.

In welche berufliche Richtung möchtest Du einmal gehen? Weißt Du schon, ob Du Dich noch weiterqualifizieren möchtest (MA, Promotion)?

Ich möchte in der Forschung bleiben, gerne an der Uni, mein nächster Plan ist deshalb eine Promotion.

Zurück zu den Erfahrungsberichten

Links zum Studienangebot

Molekulare Medizin (BSc)

Seite teilen
Ladezeit: 0.08 Sekunden