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Rechtswissenschaft, Ferdinand

Warum hast Du Dich für deine Studiengänge entschieden?

Während ich mich im Frühjahr 2013 auf mein Abitur vorbereitet habe, hatte ich immer wieder verschiedene Vorstellungen von meinem späteren Studium. Erst war es Wirtschaft, dann Politik, Jura, dann wieder Wirtschaft. Letztendlich wurde es Jura und ich bin heilfroh darüber. Ich hatte damals ein Gespräch mit meinem Ansprechpartner bei der Bank, der mir sagte, dass zurzeit relativ viele mit einem Studium der Wirtschaftswissenschaften beginnen, gleichzeitig konnte ich mir unter Politikwissenschaften nicht wirklich etwas vorstellen (außer eben Politik an sich). Deshalb wurde es Jura. Im Grunde waren es Kleinigkeiten, die mich zur Entscheidung für Jura gebracht haben.

Wie sieht Dein Unialltag aus?

Ich bin im Normalfall 4 von 5 Tagen die Woche in der Uni. Wann meine Vorlesungen beginnen und wann sie enden, variiert stark von Semester zu Semester, letztendlich habe ich es aber fast immer geschafft, einen Stundenplan zu erstellen, der es erlaubt, bis 8:00 Uhr zu schlafen. Es gibt pro Fach immer sowohl eine Vorlesung als auch eine Übung. In der Übung lernt man die juristischen Handgriffe anhand von Fällen, in der Vorlesung hört man zu, wie der Professor das jeweilige Fach erklärt. Ich habe früh gemerkt, dass ich eher jemand für die Übungen bin und habe demzufolge die Vorlesungen „nicht wahrgenommen“. Jeder hier lernt schnell, wie und womit er am besten lernt, manche lernen lieber alles selbst, manche lernen am besten durch Zuhören. Das Gute daran ist, dass das Jurastudium dies erlaubt. Folglich habe ich mir schnell die beste Methode für meinen Lernprozess ausgesucht und konnte viele andere Sachen dadurch ausprobieren. Ich habe angefangen Französisch und Spanisch zu lernen und arbeite gerade an meinen Fachkenntnissen im „Juristen-Englisch“.

Welchen Tipp gibst Du Studieninteressierten bzgl. des Studiums?

Probiert alles aus! Wenn man euch zu Beginn auf Infoveranstaltungen einlädt, geht hin! Wenn man euch Kurse anbietet, um eure Fachkenntnisse oder eure Fähigkeiten zu verbessern, dann nehmt solche Chancen wahr! Durch solche Veranstaltungen lernt man extrem viele Leute kennen, vor allem Leute, mit denen ihr im besten Fall 9 Semester zusammen studiert. Nichts ist langweiliger, als alleine ein Fach zu studieren, egal ob es euch Spaß macht oder nicht.

Gibt es bestimmte Stolpersteine?

Der größte Stolperstein ist meiner Meinung nach der Beginn des Studiums. Man kann in vielen Klausuren in Jura so oft durchfallen wie man möchte. Dadurch ist der Lernanreiz von diesen extrem gering, gleichzeitig sind diese Klausuren jedoch etwas völlig anderes als im Abitur. Somit gibt es viele, die einfach nichts lernen und damit 3-4 Semester vertrödeln. Das Studium ist sowieso schon lange genug, da macht es einfach viel aus, ob man am Anfang ordentlich arbeitet oder eben nicht. Ich denke, dass ihr euch einfach klarmachen müsst, das ihr am Ende ein Examen schreibt, für welches ihr euer komplettes angesammeltes Wissen benötigt. Dafür wäre es praktisch, überhaupt Wissen anzusammeln, demnach sollte man im Jurastudium einfach am Ball bleiben. Niemand verlangt oder erwartet, dass man in den Klausuren das Rad neu erfindet, es ist viel wichtiger zu zeigen, dass man den Stoff verstanden hat und dies auch in der richtigen Reihenfolge zu Papier bringen kann.
Jeder hat hier und da mal einen Durchhänger oder einen schlechten Tag, am Ende ist nur wichtig, dass man rechtzeitig wieder zurückkommt und sich vor allem nicht von anderen verrückt machen lässt. Generell wollen alle im Jurastudium ihr „überlegenes Wissen“ teilen, indem sie erzählen, was er/sie von einem Mitarbeiter des Lehrstuhls, der die Klausur nächste Woche stellt, über die anstehende Klausur erfahren haben. Letztendlich solltet ihr euch nie auf so etwas verlassen, sondern einfach in Ruhe euren Stoff durchgehen.

Welche Bereiche interessieren Dich besonders?

Ich interessiere mich am Meisten für Wirtschaftsrecht. Naheliegend, da ich sowieso oft genug vorhatte, Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Außerdem geht es hier nahezu immer um Geld, Aktien, die Börse, Banken und, und, und. In meinen Augen ist es einfach wahnsinnig interessant, zu sehen, wie die Bereiche arbeiten und vor allem funktionieren, wo das meiste Geld der Welt fließt. Darüber hinaus verändert sich das Wirtschaftsrecht beinahe ununterbrochen. Manche finden das ätzend, für mich ist es eher genau der Grund, weswegen ich später dorthin möchte.

Warum hast Du Dich für die FAU entschieden?

Ich arbeite seit nun mehr als 4 Jahren in einem Café in meiner Heimatstadt Fürth. Dort habe ich schon während dem Abi angefangen. Darüber hinaus ist damals kaum jemand zum Studieren aus meinem Freundeskreis weggezogen, was, im Nachhinein betrachtet, extrem ungewöhnlich war. Dementsprechend wollte ich hier einfach bleiben. Es gab zwar noch andere Unis in meiner Nähe, letztendlich steht die FAU aber quasi vor meiner Haustüre, weswegen ich diesbezüglich kaum einen Gedanken an eine andere Uni verschwendet habe.

In welche berufliche Richtung möchtest Du einmal gehen? Weißt Du schon, ob Du Dich noch weiterqualifizieren möchtest (MA, Promotion)?

Wie bereits erwähnt, will ich in der Wirtschaft arbeiten. Bis dahin muss ich allerdings noch 2 Examina bestehen. Dazwischen habe ich mir fest vorgenommen, den LL.M. zu absolvieren. Dies ist ein Abschluss, den man während einem Auslandsjahr macht. Viel weiter gehen meine Pläne noch nicht.

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