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Kulturgeschichte des Christentums, Saskia

Welche Studiengänge studierst Du und warum?

Ich studiere Kunstgeschichte als Hauptfach und KdC als Nebenfach in Form eines Zwei-Fach-Bachelors. Kunstgeschichte zu studieren stand für mich bereits ab dem Kunstleistungskurs am Gymnasium fest. KdC habe ich als zweites Fach gewählt, da es sich aus einer historischen und kulturspezifischen Perspektive heraus einer für die Kunstgeschichte einflussreichen Komponente, nämlich der christlichen Religion, nähert. Folglich erfordert dieses Studium kein Glaubensbekenntnis. Es schafft für mein Hauptfach nützliches Basis- bzw. Hintergrundwissen und liefert darüber hinaus weitere hilfreiche Informationen, die augenscheinlich erst einmal nichts mit Kunstgeschichte zu tun haben. Zudem bildet das Christentum nicht nur eine einflussreiche Komponente für die Kunstgeschichte, sondern auch für unsere europäische Kultur. Wer sich also neben der christlichen Religion für den Menschen, seine Vergangenheit und für unsere heutige (europäische) Kultur interessiert, fühlt sich in diesem Studiengang bestimmt gut aufgehoben.

Wie bist Du darauf aufmerksam geworden?

KdC wird von der FAU als eine der unkompliziertesten Kombinationen mit Kunstgeschichte empfohlen. Das war mir sehr wichtig, da ich möglichst ohne Hindernisse und lästige Überschneidungen meine Pflicht- bzw. Wahlveranstaltungen belegen möchte. Zu diesem Zweck findet sich auf der Homepage der FAU eine Tabelle mit nahezu allen Fächern des Zwei-Fach-Bachelors der Philosophischen Fakultät. Diese zeigt bereits an, welche Fächer sich problemlos verbinden lassen und welche schwerlich.

Was macht man als Studentin der Kunstgeschichte des Christentums?

Das Spektrum der Kulturgeschichte des Christentums ist sehr breit gefächert. Dieses umfasst sechs Teilfächer der Theologie, die allesamt unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich verschiedenen Themen widmen (Ältere Kirchengeschichte, Neuere Kirchengeschichte, Christliche Archäologie und Ikonographie, Christlicher Osten, Altes Testament, Neues Testament):

Die „Kirchengeschichte“, die sich mit der Geschichte der Theologie und der Entwicklung der Kirche mit Blick auf soziale und politische Aspekte befasst. Hier behandelt man zuerst die „Ältere Kirchengeschichte“ von der christlichen Antike bis zum Hochmittelalter, dann führt die „Neuere Kirchengeschichte“ über das Spätmittelalter und die Reformation sowie das konfessionelle Zeitalter weiter bis zum ersten Weltkrieg.
Die „Christliche Archäologie und Ikonographie“ beschäftigt sich mit den Hinterlassenschaften der Christen des Altertums, um sich eine Vorstellung von ihren Lebensumständen und -weisen machen zu können. Dies bezieht sich auch auf Zeugnisse der frühchristlichen Kunst, sodass außerdem die Entwicklung der christlichen Kunst inklusive ihrer Ikonographie im Verlauf der Geschichte des Christentums betrachtet wird.
Die „Geschichte und Theologie des christlichen Ostens“ wirft einen Blick auf die Kirchen des christlichen Ostens, die sich in orthodoxe, orientalische und mit Rom unierte Ostkirchen unterscheiden lassen. Die Schwerpunkte liegen unter anderem auf den Konfessionen, den Riten und der gegenwärtigen Verbreitung der verschiedenen Ostkirchen.
Die Module „Altes Testament“ (AT) sowie „Neues Testament“ (NT) haben die Bibel als zentrales Thema. Es wird ein Überblick über ihre Schriften gegeben, wobei deren Entstehung und ihr geschichtlicher Rahmen Beachtung finden. Die an diese Module gekoppelte Bibelkunde des AT/NT geht näher auf den Inhalt und den genauen Wortlaut der Texte ein.

Im Verlauf des Studiengangs soll mit dem Modul KC 7 bzw. 8 eines der oben aufgeführten Fächer je nach persönlichem Interesse vertieft werden.

Wie sieht Dein Unialltag aus?

Mein Unialltag besteht in der Regel aus dem Besuch von ca. zwei Veranstaltungen und nebenberuflicher Tätigkeit am Institut für Kunstgeschichte. Des Weiteren bin ich Mitglied der FSI Kunstgeschichte. Allgemein bin ich viel unterwegs, sei es der Weg in die Uni, von Veranstaltung zu Veranstaltung oder im Bereich meines Nebenjobs sowie für die FSI. Das Studium selbst beansprucht natürlich ebenso Zeit: Vorarbeit bzw. Nachbereitung der Fächer, Vorbereitung von Referaten oder das Schreiben von Seminararbeiten.

Welche Tipps würdest Du Studieninteressierten geben?

Der Studiengang KdC erfordert als sprachliche Voraussetzung zwei Fremdsprachen, eine davon muss Englisch sein. Tatsächlich wäre es aber hilfreich, zusätzlich Latein bspw. in der Schule gelernt zu haben. Des Weiteren wäre Hebräisch, evtl. Griechisch von Vorteil, auch wenn diese Sprachen im Gegensatz zu Latein weniger gebraucht werden. Für einen Stolperstein halten die meisten Studenten der KdC die Bibelkunde AT und das damit einhergehende Auswendiglernen aller alttestamentlichen Schriften. Man kann die Bibelkunde AT natürlich in einem höheren Semester belegen, doch unabhängig von der Erfahrung der Studenten der KdC stößt man in diesem Punkt regelmäßig auf Unverständnis. Das Auswendiglernen des genauen Inhalts birgt viel Arbeit und Zeitaufwand: Beides kann man als Student eines Zwei-Fach-Bachelors mit Blick auf die Anforderungen des restlichen Studiums oft nicht aufbringen, zumal sich der höhere Sinn des Auswendiglernens biblischer Texte noch keinem KdC-Studenten erschlossen hat. Folglich wird gerade die anschließende Prüfung von den meisten als zu umfangreich im Stoff und daher als große Belastung empfunden.

Warum hast Du dich für die FAU entschieden?

Die FAU Erlangen-Nürnberg hatte sich für mich ohnehin angeboten, da ich aus einer direkten Nachbarstadt komme. Der Studiengang KdC ist an der FAU sozusagen noch in den „Startlöchern“: Hier stellt er einen relativ neuen Studiengang dar, der ab und an ein paar Schwierigkeiten in Sachen Organisation und Verwaltung mit sich bringt (z.B. Erstellen eines Stundenplans, Anrechnung der ETCS-Punkte usw.). Doch wird bei Fragen und Unklarheiten immer versucht, den Studenten zu helfen und für etwaige Probleme eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Momentan gibt es leider noch keine FSI KdC, doch sind schon ein paar Studenten dabei, dies zu ändern. Gerade ältere Studenten können bei eventuellen Anfangsschwierigkeiten oder ähnlichen Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen, was bspw. Erstsemestern der KdC von großem Nutzen sein kann.

Als besonderes Angebot sollte hier die diesjährige (SoSe 2013) und erste Exkursion der KdC (nach Rom), die extra für den Studiengang KdC auf die Beine gestellt worden ist, erwähnt werden! Man kann hoffen, dass ein solches Angebot nicht einmalig bleiben wird.

Weißt Du schon, was Du nach Deinem Studium vor hast?

Auf jeden Fall möchte ich nach meinem BA-Abschluss einen Master anhängen. Für die Zeit danach würde ich mir wünschen, eine Promotion angehen zu können. Derzeit lege ich meine Schwerpunkte auf das Mittelalter, die Neuzeit und auf Architektur. Ich überlege, im Anschluss an mein Studium in der Denkmalpflege / Denkmalschutz zu arbeiten, wobei ich mich noch nicht völlig festlegen will. Glücklicherweise bieten mir meine beiden Studiengänge eine große Auswahl an beruflichen Möglichkeiten.

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