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Endlich Abitur! Aber was jetzt?

Mit dem Schulabschluss steht Dir die Welt offen, aber was heißt das eigentlich genau? Und was solltest Du jetzt tun? Nach dem Abitur entscheiden sich viele junge Leute für ein Studium. Die meisten Studiengänge beginnen immer im Wintersemester, d.h. im Oktober jedes Jahres geht es los mit den Vorlesungen. Da bleibt einige Zeit, aber auch einiges zu tun!

Zwischen Schulabschluss und Studium

Für die Zeit zwischen Schulabschluss und Studium gibt es viele Möglichkeiten. Vom Sommer im Freibad bis zur Rucksacktour durch Australien oder Indien, auf der Suche nach eigenen Erfahrungen, echtem Abenteuer oder der Suche nach sich selbst. Hier kannst Du viele Erfahrungen sammeln, die Dir vielleicht sogar mal im Studium weiterhelfen können. Seien es Sprachkenntnisse oder einfach die Fähigkeit, etwas im Team zu erreichen. Reisetipps können wir natürlich nicht geben, es gibt einfach zu viel zu entdecken. Achte darauf, Dein Visum rechtzeitig zu beantragen und vergiss den Impfschutz nicht.

Eine weitere Möglichkeit der sinnvollen Nutzung sind beispielsweise die Freiwilligendienste (z.B. BuFDi, der Bundesfreiwilligendienst). Vorab solltest Du bedenken, dass Du Dir schon mindestens ein Jahr vor dem Start des Freiwilligendienstes klar darüber sein solltest, was Du machen willst, da die Bewerbungsfristen gerade für attraktive Jobs sehr langfristig sein können. Dafür gibt es eine Vielzahl an Bereichen, in denen man einen Dienst ableisten kann.

Beim Freiwilligen Sozialen Jahr und Freiwilligen Ökologischen Jahr (FSJ bzw. FÖJ) ist man in Einrichtungen etwa der Jugendarbeit, Gesundheitspflege oder Kinder- und Jugendhilfe, aber auch im Sport, im kulturellen Bereich oder der Denkmalpflege tätig. Voraussetzung für diese Art des Freiwilligendienstes ist ein Schulabschluss und die Nicht-Vollendung des 27. Lebensjahres. Weitere Informationen findest Du unter BMFSFJ – Zeit, das Richtige zu tun.

Möglichkeiten im Ausland

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. Beim Europäischen Freiwilligendienst kannst Du gemeinsam mit anderen Jugendlichen im europäischen Ausland in einem Projekt mitarbeiten. Diese Form des Freiwilligendienstes kann von zwei Wochen bis zu maximal zwölf Monaten dauern und die Reisekosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie ein kleines Taschengeld werden gestellt. Weiterführende Informationen findet ihr auf webforum-jugend.de/ und solidaritaetskorps.de.

Falls Du Dich im Ausland eher für Tätigkeitsfelder wie Umwelt, Soziales, Friedens- und Erinnerungsarbeit interessierst, könnten die Friedensdienste im Ausland interessant sein. Mindestalter für diese Art der Freiwilligenarbeit ist 18 Jahre, die Arbeit umfasst einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten. Weitere Informationen erhältst Du bei der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) e.V., EIRENE – Internationaler christlicher Friedensdienst e.V. und pax Freiwilligendienste – Dein Jahr im Ausland.

Politik und Soziales

Im Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst mit dem Namen “weltwärts” können Freiwillige sich in Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit engagieren. Voraussetzungen dafür sind ein Alter zwischen 18 und 28 Jahren, gesundheitliche Eignung, Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife bzw. bei Haupt- oder Realschulabschluss eine abgeschlossene Berufsausbildung, die deutsche Staatsbürgerschaft (oder ein entsprechendes Aufenthaltsrecht) sowie gute Kenntnisse einer der Sprachen im Gastland. Die Dauer beträgt in der Regel 12 bis 18 Monate, afrikanische Staaten bilden einen Schwerpunkt des Angebots. Die Projekte liegen u.a. in den Bereichen Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit, Ernährungssicherung, Umwelt und Wasser. Weitere Informationen gibt es auf weltwaerts.de.

In einigen Bundesländern gibt es zusätzlich weitere Freiwilligendienste – das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege und das Freiwillige Soziale Jahr im politischen Leben bzw. in der Demokratie. Weitere Informationen findest Du auf FSJ in der Denkmalpflege und FSJ Politik.

Praktika als Einblick in die Berufswelt

Eine weitere Möglichkeit zur Überbrückung der Zeit vor dem Studium ist ein Praktikum – dieses ist bestens dafür geeignet, um erste Einblicke in einen Beruf zu bekommen, den Du eventuell nach Abschluss eines Studiums ausüben kannst. Vielleicht merkst Du beim Praktikum aber auch, dass Dir die praktische Arbeit gut liegt und überlegst Dir, ob Du wirklich studieren willst. Manche Praktikumsbetriebe geben ihren Praktikanten auch die Möglichkeit, nach Abschluss eines Praktikums eine Ausbildung anzuschließen – sofern Ausbildungsplätze vorhanden sind. Vielleicht merkst Du aber auch, dass Dir die Inhalte des von Dir gewählten Praktikums nicht liegen – das ist aber keine Niederlage. Zu erkennen, was Dir nicht gefällt, ist eine wichtige Erfahrung. Einen „richtigen“ Zeitpunkt für eine Praktikumsbewerbung gibt es nicht, es empfiehlt sich allerdings, spätestens ein Jahr vor Deinem Schulabschluss bei dem Betrieb Deiner Wahl nachzufragen, ob Du dort die Möglichkeit bekommen kannst, ein Praktikum zu absolvieren.

Au pair

Wenn du Dir überlegst, später in einem pädagogischen oder sozialen Bereich zu arbeiten, bietet sich eventuell auch ein Auslandsaufenthalt als Au Pair an. Dabei hast Du die Möglichkeit, in einer Gastfamilie Sprache und Kultur des Gastlandes kennenzulernen. Dabei bist Du gegen Verpflegung, Unterkunft oder Taschengeld bei der Gastfamilie hauptsächlich in der Kinderbetreuung tätig, was z.T. auch heißt, dass man den Kindern die eigene Sprache näher bringt. Auch die Mithilfe im Haushalt ist meistens Teil des Aufenthalts. Für die Tätigkeit des Au Pairs gibt es Altersgrenzen, die allerdings je nach Land unterschiedlich geregelt sind – das Mindestalter ist allerdings überwiegend 18 Jahre, mit Ausnahme von Dänemark, Finnland, Großbritannien und Turkmenistan (17 Jahre) bzw. Kanada (19 Jahre). Einheitliche Bewerbungsfristen gibt es auch hier nicht, allerdings ist es empfehlenswert, bereits früh Informationen einzuholen, da man in manchen Ländern nur mit Visum aufgenommen wird, was einige Vorlaufzeit zur Beantragung benötigt.

Jobsuche

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) hilft weiter, wenn man auf der Suche nach Jobs im Ausland ist. Dabei sind die Tätigkeitsfelder ganz unterschiedlich, Du hast aber auf jeden Fall die Möglichkeit, Deine Sprachkenntnisse zu verbessern, selbständig zu werden und Menschen aus der ganzen Welt kennen zu lernen.

Work and Travel

Darüber hinaus gibt es auch Work & Travel-Programme, bei denen Du für die Dauer von maximal einem Jahr Arbeiten und Reisen kombinieren kannst. Allerdings gilt es hier, Visumsbestimmungen zu beachten – für Australien, Neuseeland und Kanada gibt es beispielsweise Working-Holiday-Visa. Es gibt auch die Möglichkeit bei Wwoof (World-Wide Opportunities On Organic Farms) tätig zu werden. Ansonsten kannst Du natürlich auch im Inland im Rahmen eines Neben- oder Ferienjobs arbeiten. Weitere Infos dazu findest Du auf Jobben im In- und Ausland.

Sprachkurse

Wenn Du planst, eine Sprachwissenschaft zu studieren, ist es natürlich von Vorteil, die Zeit vor dem Studium mit einem Auslandsaufenthalt inklusive Sprachkurs in einem Land, in dem die betreffende Sprache gesprochen wird, zu kombinieren. Es gibt eine Vielzahl von Anbietern; je nach Anbieter und Land variiert dabei die Unterrichtszeit, die Gruppengröße, Dauer und die Kosten für Kurse und Unterbringung. Eine hilfreiche Übersicht für Sprachkurse im Ausland findest Du auf der Webseite des Fachverbands Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV).


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