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Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Florian

Aktuelle Arbeitssituation/Tätigkeitsbereich

Professor für Chemieingenieurwesen bzw. Polymermaterialien, Chonbuk National University, Jeonju, Korea (bis 2/2014), danach Shenzhen University, Shenzhen, China
Ca. 20% meiner Arbeitszeit ist der universitären Lehre gewidmet, wobei ich ca. 2/3 Bachelorstudenten und 1/3 Masterstudenten und Doktoranden unterrichte. Ca. 5% sind für diverse administrative Aufgaben nötig, meistens Ausfüllen von Formularen. Die restliche Zeit bin ich mit meiner Arbeitsgruppe mit Forschung zum Thema Nanopartikel und Soft Matter beschäftigt.

Beruflicher Werdegang

1998-2003 Diplomstudium “Werkstoffwiss.” mit Spezialisierung auf Polymer an der FAU
2003-2007 Dissertation über Rheologie von Polyolefinen an der FAU
2006 Aufenthalt als Gastwissenschaftler an der Yamagata University, Japan
2007-2009 Postdoc an der Université catholique de Louvain, Belgien
2009-2014 Professor an Chonbuk National University, Korea für Chemieingenieurwesen
Seit 2014 „distinguished Professor“ an der Shenzhen University, Shenzhen, China für Polymermaterialien

Was haben Sie an der FAU studiert und welchen Abschluss haben Sie dabei erworben?

Werkstoffwissenschaften mit Spezialisierung auf Polymere; Diplom-Ingenieur

Was war für die Wahl des Studiengangs entscheidend?

Interesse am Fach, insbesondere an Kunststoffen.

Wie haben Sie Ihr Studium empfunden?

Der Anfang (die ersten Semester des Grundstudiums) war sehr hart, weil ich ein nicht besonders guter Mathematiker bin und in den Mathematikvorlesungen nur recht wenig verstanden habe. Da hat mir geholfen, dass ich als HiWi eine Menge praktische Erfahrung sammeln konnte. Wahrscheinlich hat mich das davor bewahrt, das Studium aufzugeben.

Welche Schwerpunkte haben Sie im Studium gewählt?

Polymerwerkstoffe, Nebenfächer: Metallische Werkstoffe und Kunststofftechnik

Wie sah Ihre Berufseinstiegsphase aus und wie schätzen Sie die aktuellen Eintiegschancen ein?

6 Monate vor Ende des Studiums war ich auf einer Konferenz in USA und habe diese zur Postdocstellensuche genutzt und war erfolgreich dabei.
Ingenieure finden ziemlich leicht eine Stelle, wenn es nicht eine ganz bestimmte sein soll.

Welche Qualifikationen sind für Ihre derzeitige Tätigkeit erforderlich? Hat Ihnen Ihr Studium hierbei geholfen?

Didaktik: Studium war so gut wie keine Hilfe, während des Studiums in einer Theatergruppe aktiv zu sein war sehr hilfreich.
Verwaltung: Studium war so gut wie keine Hilfe
Forschung: Die wichtigsten Grundlagen des Studiums verwende ich noch immer und lehre auch danach.

Was schätzen Sie besonders an Ihren momentanen Aufgaben, wo liegen besondere Herausforderungen/Anforderungen?

Am meisten schätze ich, dass ich in der Forschung das tun kann, was ich will. Als Professor hat man allgemein sehr große Freiheiten, die man auch ausnutzen sollte. Allerdings ist es eine geistig und auch körperlich sehr anstrengende Tätigkeit, da man sich ständig konzentrieren muss und interkontinentale Dienstreisen die Kondition stark angreifen.
Eine besondere Herausforderung ist es eine Art wissenschaftliche Wettervorhersage zu treffen, d.h. zu erkennen, wo sich die neuen interessanten Forschungsgebiete auftun werden (und nicht abfahrenden Zügen hinterherzurennen). Außerdem ist es herausfordernd eine Forschungsgruppe mit vielen verschiedenen Nationalitäten so zu führen, dass die Stärken jedes Mitglieds zum Tragen kommen und die Schwächen von anderen ausgeglichen werden. Dazu kommen natürlich noch kulturelle Unterschiede, die man nur mit einer konsequenten Toleranzkultur soweit eindämmen kann, dass es keine größeren Reibereien gibt.

Welche Tipps würden Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

1. Sei Du selbst
2. Integriere Dich ins Team, aber bleibe Du selbst
3. Höflichkeit und Freundlichkeit haben noch niemandem geschadet
4. Habe ein Ziel und arbeite darauf hin
5. Habe Geduld, viele Dinge brauchen viel mehr Zeit als man am Anfang denkt und meist geht es beim ersten Versuch schief.

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