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Wirtschaftswissenschaften, Stephan

Was studierst Du und warum hast Du Dich dafür entschieden?

Schon vor meinem Abitur war mir klar, dass ich „irgendwas mit Wirtschaft“ machen wollte, nur was genau? Das Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften bietet ein sehr breites Fächerangebot und ein hohes Maß an Flexibilität. Erst im dritten Semester legt man sich auf einen Schwerpunkt (z.B. BWL, VWL, etc.) fest. Selbst dann bleiben viele unterschiedliche Fächer offen, wodurch sehr gut ausgetestet werden kann, welches Fachgebiet einem am meisten zusagt. Besonders dieses breite Angebot ohne vorkonstruierte Stundenpläne oder aufgezwungene Studienrichtungen hat mich überzeugt

Wie bist Du darauf aufmerksam geworden?

Neben den zahlreichen Informationen, die bereits auf der Website des Fachbereichs angeboten werden, konnte ich mir vor Ort bei einer Veranstaltung („Ready to Start“) für Studieninteressierte ein Bild machen. Die Flyer dafür wurden bei uns in der Schule verteilt und man musste sich lediglich kurz online anmelden. An diesem Tag wurde uns vor Ort alles Wichtige erklärt, es gab eine Uniführung, eine Probevorlesung und gemeinsames Pizzaessen mit älteren Studenten, welchen man alle möglichen Fragen stellen konnte. Da diese Veranstaltung ausschlaggebend für meine Entscheidung war, kann ich nur empfehlen, derartige Angebote zu nutzen und vor Ort auszutesten, ob einem der mögliche zukünftige Studienort gefällt.

Was machst Du als Studierende der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt BWL?

Als Student mit Schwerpunkt BWL lernt man je nach Interesse die einzelnen Fachgebiete kennen, die zu den Funktionsbereichen eines Unternehmens gehören. Dazu zählen z.B. Marketing, Personal, Logistik, Einkauf, Rechnungswesen, usw. Im Rahmen des Bachelorstudiums kann man bereits entscheiden, ob man eher zum Generalisten oder Spezialisten werden möchte. Als BWL- Student lernt man dabei nicht nur, wirtschaftliche Probleme zu lösen und Zusammenhänge im Unternehmen zu erkennen, sondern auch mit Menschen im wirtschaftlichen Umfeld umzugehen. Allerdings sollte man mit der Mathematik nicht völlig auf Kriegsfuß stehen, da in vielen Fächern immer wieder mathematische Fragestellungen gelöst werden müssen.

Wie sieht Dein Uni-Alltag aus?

Da es im Gegensatz zu einigen anderen Studiengängen keine zwingend festgelegten Stundenpläne gibt, kann man sich seinen Unialltag nach Lust und Laune gestalten. In den meisten Fächern herrscht keine Anwesenheitspflicht und die Vorlesungen der ersten Semester werden in der Regel online aufgezeichnet. Da zu einer Veranstaltung meist viele Paralleltermine angeboten werden, konnte ich mir meinen Stundenplan so zusammenbasteln, dass ich nur zwei bis drei Tage in der Woche in der Uni sein musste und nebenher sehr flexibel 15 Stunden arbeiten konnte. Dementsprechend kann man sich auch die Abende meist freihalten und z.B. in den Hochschulsport gehen.
Was das Studentenleben betrifft, bietet Nürnberg zwar alles, was eine Großstadt ausmacht, die wahre Studentenstadt ist jedoch Erlangen, da hier der größte Teil der Universität ansässig ist. Das bedeutet, dass die in Nürnberg beheimateten Wirtschaftsstudenten zumeist unter sich bleiben.

Welchen Tipp gibst Du Studieninteressierten bzgl. Deines Studiums? Gibt es bestimmte Stolpersteine?

So verlockend die viele Freiheit und die Selbstbestimmung im Studium auch klingt: Man muss natürlich auch irgendwann die Kurve kriegen und rechtzeitig mit dem Lernen anfangen, damit man in den Prüfungen, die in der Regel dicht hintereinander im Anschluss an die Vorlesungszeit folgen, nicht Schiffbruch erleidet. Man wird von niemandem mehr kontrolliert, wodurch man während des Semesters die nötige Disziplin mitbringen sollte, um sein Studium nicht schleifen zu lassen. Verteilt man die Arbeit über das Semester und fängt nicht erst kurz vor der Prüfung an, die Lernunterlagen auszudrucken, gerät man nur selten in besonders stressige Phasen.
Außerdem empfehle ich jedem Studienanfänger, die zahlreichen Möglichkeiten zu Beginn des Semesters zu nutzen, um möglichst viele Mitstudenten kennenzulernen.

Welche besonderen Angebote gibt es in Bezug auf deinen Studiengang an der FAU?

Der Studienbeginn wird besonders durch das vor Semesterbeginn stattfindende Unternehmensplanspiel mit anschließendem Mentorenprogramm erleichtert. Neben zahlreichen Infos rund ums Studium lernt man hier die ersten Kommilitonen kennen und nicht selten werden diejenigen, mit denen man sich durch die ersten Tage gekämpft hat, auch echte Freunde.
Der Career Service am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften bietet u.a. viele kostenlose Soft-Skill- Seminare und Veranstaltungen rund um den Berufseinstieg an. Besonders den sog. „Brown-Bag-Talk“ habe ich gerne genutzt, da hier Berufstätige aus der Praxis direkt an die Uni kommen und von ihrem Beruf erzählen. Wer für eine Weile im Ausland studieren möchte, wird in Nürnberg sowohl ein sehr breites Sprachangebot als auch eine große Auswahl an Partneruniversitäten vorfinden. Ein Aufenthalt in Schweden oder Spanien ist genauso möglich wie z.B. Südamerika. Wer es besonders exotisch mag, kann auch nach Taiwan oder Burkina Faso gehen.

In welche berufliche Richtung möchtst Du einmal gehen? Möchtest Du einen Masterabschluss machen, eventuell promovieren?

Ich werde direkt im Anschluss an mein Bachelorstudium einen Master in München absolvieren, wo ich die Fachgebiete Unternehmensführung und Marketing miteinander verknüpfe. Generell ist gerade im BWL-Bereich sehr zu empfehlen, sich möglichst frühzeitig umzuschauen, welche Masterstudiengänge es gibt und sich über die Zugangsvoraussetzungen zu informieren. Oftmals sind spezielle Anforderungen und Auswahltests notwendig, die eine gewisse Vorbereitungszeit erfordern.
Das Masterangebot in Nürnberg ist insbesondere im Fachgebiet FACT sehr gut aufgestellt und bietet hier auch zahlreiche Praxispartner, welche in engem Kontakt zur Uni stehen, z.B. Banken, Versicherungen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Genauer hinschauen sollte man allerdings, wenn man schon sicher weiß, dass man sich für diese Berufe nicht interessiert, da Unternehmen aus anderen Bereichen, z.B. Automobilindustrie, etwas unterrepräsentiert sind. Dies sollte eingeplant werden, da die richtigen Praxispartner einen Berufseinstieg nach dem Master erleichtern können.

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