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Da ist ja nichts los?

von Tabea K. (ehem. Studentin der Germanistik, Kunstgeschichte und Ethik der Textkulturen)

Eine Kaum-Großstadt, bevölkert nur von Siemens-IngenieurInnen und KrankenpflegerInnen, die hier ihre 5-Tage-Arbeitswoche verbringen? Und nach Einbruch der Dunkelheit werden sowieso die Bürgersteige hochgeklappt, da die Bürger dieses Städtchens dann in ihre Fernsehsessel sinken? Weit gefehlt!

Erlangen ist zwar nicht Berlin, aber doch eine quirlige Studentenstadt, in der einem dank vieler kultureller Angebote so schnell nicht langweilig wird. Und das Gute daran: Man kann überall mit dem Fahrrad hinfahren. Wer abends nicht mehr über den Vorlesungsskripten hängen will oder auch mal am Wochenende hier bleibt, dem bieten sich mannigfaltige Möglichkeiten des kulturellen Zeitvertreibs.

Unbedingt sollte man so oft wie möglich ins Kino gehen. Mit zwei Programmkinos, den Lammlichtspielen und dem Manhattan Kino, ist Erlangen gut aufgestellt. Hier sind immer die international spannendsten Filme zu sehen und natürlich gibt es auch Studententage: montags im Manhattan, donnerstags im Lamm. Wer ein bisschen länger wartet, kann viele Filme auch besonders günstig und vor allem OmU im E-Werk-Kino sehen.

Das Kulturzentrum E-Werk ist die wichtigste Adresse für Kultur in Erlangen. Hier kommen internationale Größen der Musikszene genauso auf die Bühne wie regionale Neustarter. Samstags kann man im großen Saal abtanzen und sonntags bei Jazz for Free in der Kellerbühne entspannen. Außer Kino, Partys und Konzerten findet hier auch einmal im Monat der legendäre Poetry-Slam statt.

Wer Lust auf eine etwas gediegenere Abendgestaltung bei gleichzeitig maximalem Kulturfaktor hat, dem sei ein Besuch des Theater Erlangen ans Herz gelegt. Die schön designten und mittlerweile preisgekrönten Plakate sind in der Stadt nicht zu übersehen. Im Theater Erlangen werden Klassiker aber auch zeitgenössische Stücke mit gesellschaftlichem Zündstoff inszeniert.

Für Freunde der zeitgenössischen Kunst gibt es in Erlangen seit 2010 eine neue Attraktion, die dabei ist, sich zu einer festen Institution im deutschen Kunstbetrieb zu entwickeln: Das Kunstpalais im Palais Stutterheim. Vier Ausstellungen mit international bekannten Künstlern werden dort pro Jahr gezeigt: Drei Einzelausstellungen sowie eine Gruppenausstellung zu einem hochspannenden, komplexen Thema, wie z.B. Glück, Töten oder – wie 2013 – Freiheit.

Im selben Gebäude wie das Kunstpalais befindet sich übrigens auch die Stadtbibliothek. Der neu renovierte, lichtdurchflutete Bau tut sein Bestes, um die Besucher mit einer angenehmen Leseatmosphäre zu umfangen. Man bleibt zum Lesen gerne gleich vor Ort.

Für Frankreich-Fans gibt es noch einen besonderen Tipp: Das Deutsch-Französische Institut organisiert regelmäßig Soirées mit Weinverkostung. Oh là là!

Richtig spannend wird das Erlanger Kulturleben durch diverse internationale Festivals. Für diejenigen, die vorhaben länger hier zu bleiben: Alle zwei Jahre findet im Juni der internationale Comic-Salon statt. In den Jahren ohne Comic-Salon beherbergt die Stadt das nicht weniger Aufsehen erregende, ebenfalls internationale, Figurentheaterfestival. Außerdem sollte man sich stets das letzte August-Wochenende für das Erlanger Poeten-Fest freihalten. Und zum internationalen Theaterfestival ‚ARENA der jungen Künste‘, organisiert von Studierenden der FAU, verwandelt sich die ganze Stadt in eine Bühne.


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