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Medizin

Von Prof. Dr. med. Winfried Neuhuber, Studiengangbeauftragter

Wenn Du Dich für das Medizinstudium entschließt, strebst Du einen der merkwürdigsten, herausforderndsten, aber auch in jeder Hinsicht erfüllendsten und schönsten Berufe an. Du wirst als Ärztin oder Arzt eine besondere Beziehung zu Deinen Mitmenschen aufbauen, wenn diese als Patienten zu Dir kommen. Und diese Beziehung wird Dir größte Verantwortung auferlegen, da sie Dir eine Macht verleiht, die Dich privilegiert anderen Menschen unter Einsatz Deines Wissens zu helfen.

Der Weg dorthin führt Dich durch ein Studium von mindestens 6 Jahren (12 Semestern), während dessen Du in diesen Beruf hineinwächst. Dieses Hineinwachsen bedingt, dass Du Dich in den ersten 4 Semestern, der sogenannten „Vorklinik“, vor allem mit den naturwissenschaftlichen und theoretischen Grundlagen der Medizin, wie zum Beispiel Physik, Chemie und Biochemie, Anatomie, Physiologie, aber auch mit Medizinischer Psychologie und Soziologie auseinandersetzt. Das Fächerspektrum des gesamten Medizinstudiums und sein Ablauf sind gesetzlich in der „Approbationsordnung“ geregelt. In der Anatomie lernst Du die Strukturen des menschlichen Körpers genau anzuschauen und zu beschreiben, sei es mit freiem Auge im Präparierkurs, sei es durchs Mikroskop im Histologiekurs. Physiologie und Biochemie bringen Dir die Grundlagen bei für das Verständnis der Körperfunktionen, von den Molekülen bis zu den Organsystemen. In der Medizinischen Psychologie und Soziologie lernst Du unter anderem über die Beziehung zwischen Arzt und Patient zu reflektieren und übst auch das Befragen eines Patienten. Im vierten Semester, vor dem „Physikum“, dem ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, erlernst Du die einfachen körperlichen Untersuchungstechniken und den Gebrauch einiger wichtiger Untersuchungsinstrumente, zum Beispiel von Stethoskop und Reflexhammer. Du übst an Dir selbst oder an Kommilitonen, aber zum Teil auch schon am Patienten. Die lernintensive Vorbereitungszeit auf das Physikum dient der Zusammenfassung und Wiederholung all der einzelnen Kenntnisse, die Du Dir in diesem vorklinischen Studienabschnitt angeeignet hast. Das Physikum wird bundesweit einheitlich als schriftliche und mündliche Prüfung abgehalten.

Mit dem Bestehen des „Physikums“ beweist Du, dass Du jene Grundlagen beherrschst, die für das Verständnis der Entstehung (Pathogenese), das Erkennen (Diagnose) und Behandeln (Therapie) der Krankheiten Deiner späteren Patienten nötig sind. Im nun folgenden klinischen Studienabschnitt, der 6 Semester umfasst, gewinnst Du Einblick in die Krankheitslehre (Pathologie), die Medikamentenlehre (Pharmakologie) und all die klinischen Fächer, in denen diese Kenntnisse wiederum zur Diagnose und Therapie angewandt werden, wie Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Augenheilkunde etc.; die Vielfalt der medizinischen Spezialgebiete tritt Dir zum Beispiel bei einem Spaziergang durch deine Heimatstadt anhand der Praxisschilder niedergelassener Ärzte entgegen. Diese unterschiedlichen Fächer wirst Du in Vorlesungen und Praktika am Krankenbett sowie in „Famulaturen“, Lehrlingszeiten in einem Krankenhaus oder der Praxis eines Hausarztes, studieren. Natürlich wirst Du auch Lehrbücher, Übungen an Modellen und “Phantomen” und verschiedenste computergestützte virtuelle Lernmethoden nutzen, um mehr und mehr praktische Aufgaben lösen zu können. Du wirst auch zunehmend konfrontiert werden mit Fragen an der Grenze von Leben und Tod und lernen, über Antworten darauf nachzudenken. Du wirst auch Gelegenheit haben, durch Aufenthalte im Ausland Medizin in anderen Kulturkreisen und Weltgegenden kennenzulernen. Da das Medizinstudium zwar sehr dicht organisiert ist, aber in manchen Semestern und in der vorlesungsfreien Zeit genügend Raum bleibt für andere Aktivitäten, wirst Du auch Gelegenheit haben, ein Thema für eine Doktorarbeit zu finden, um den mühseligen Prozess wissenschaftlichen Forschens und Erkennens selbst zu erleben.

Nach diesen sechs klinischen Semestern, in denen eine große Zahl von Einzelprüfungen (Klausuren) abzulegen sind, steht der schriftliche Teil der zweiten ärztlichen Prüfung an, das Staatsexamen, das wieder bundesweit einheitlich durchgeführt wird. Nach erfolgreich absolvierter Prüfung trittst Du ins Praktische Jahr (PJ) ein, in dem Du zu je einem Drittel der Zeit Deine Kenntnisse und Fertigkeiten in einer Klinik für Chirurgie, Innere Medizin und einem zusätzlichen Fach Deiner Wahl anwenden, üben und vertiefen wirst. Nach dem PJ wirst Du den mündlichen Teil des Staatsexamens als Prüfung am Krankenbett absolvieren und anschließend die ärztliche Approbation erhalten. Diese berechtigt Dich zur Weiterbildung in einem klinischen oder auch theoretischen Fach der Medizin und ist der Beginn Deines vollverantwortlichen Lebens als Ärztin und Arzt.

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Studienbeginn und Bewerbungsfristen

Studienbeginn: Sommersemester, Wintersemester

Die Webseiten der FAU bieten eine Übersicht über die aktuellen Bewerbungsfristen sowie Informationen zum lokalen Auswahlverfahren und zur Bewerbung.

Hier gibt es zudem Informationen zur Bewerbung für Fächer mit einem bundesweiten NC.

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Hinweis: Trotz sorgfältiger Prüfung können wir nicht ausschließen, dass sich vereinzelt Fehler eingeschlichen haben. Deshalb empfehlen wir allen Studieninteressierten, sich vor Studienbeginn noch einmal ausführlich beim Informations- und Beratungszentrum der FAU zu informieren.

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Studiengang-Bild

Abschluss: Staatsexamen
Studienart: Staatsexamen
Standort: Erlangen
Regelstudienzeit: 12 Semester
Studienbeginn: Sommersemester, Wintersemester
Sprache: Deutsch
Zugang: NC (hochschulstart.de)
Größe: (100-199 Studierende)
Frühstudium: nein
Teilzeitstudium: nein
Fakultät: Medizinische Fakultät

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