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Sozialökonomik (MSc)

Worum geht es im Studiengang?

Der Master-Studiengang Sozialökonomik ist durch eine interdisziplinäre Ausrichtung gekennzeichnet und bietet in seiner Kombination eine selten angebotene Ausbildung an der Schnittstelle von Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung der empirischen, methodischen und theoretischen Kenntnisse für gestaltende und beratende Aufgaben in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Besonderes Gewicht wird im Studium auf die Erhebung, Auswertung und Interpretation empirischer Daten gelegt.

Typische Beispiele für Themen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft sind Fragen wie die Determinanten und Folgen der Arbeitslosigkeit, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die Rolle von Betriebsräten in Unternehmen. Für die Analyse dieser Fragen sind die empirischen Forschungsmethoden, also Techniken der Datenerhebung und Datenauswertung, von zentraler Bedeutung. Eingesetzt werden sie im Rahmen des Master-Programms in den Bereichen Soziologie, Psychologie, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Kommunikationswissenschaften. Dank der Interdisziplinarität kann jeder Master-Student individuell festlegen, welchen Fachbereich er im Laufe seines Studiums vertiefen will.

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Sozialökonomik sind in ihrer Berufswahl nicht festgelegt, sondern können ein breites Feld an Aufgaben übernehmen. Das gilt vor allem für Tätigkeiten, die den Einsatz empirischer Methoden und anspruchsvolle analytische Fähigkeiten hinsichtlich sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Fragestellungen fordern.

Durch die Erfahrungen unserer Alumni sowie das Profil des Studiengangs sind insbesondere folgende Berufsfelder für die Absolventen des Studienganges relevant (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Akademische Forschung, wie Universitäten und Forschungsinstituten
  • Kommerzielle Forschung, wie Markt-, Wirtschafts- oder Meinungsforschung (in Forschungsinstituten oder Unternehmen)
  • Marketing/Marktforschung
  • Personal-/ Sozialwesen, wie Personal- oder Organisationsentwicklung sowie Sozial- oder Wirtschaftsplanung (in Unternehmen, Organisationen oder Verbänden)
  • PR/Medien
  • Qualitätsmanagement
  • Unternehmensberatung
  • Verwaltung
Voraussetzungen

Alle Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen ein Verfahren, in dem sie auf ihre Eignung für den Masterstudiengang Sozialökonomik geprüft werden. In der ersten Stufe werden anhand der eingereichten Unterlagen (exklusive schriftliche Arbeitsprobe) maximal 100 Punkte für folgende drei Kriterien vergeben:

  • Qualität des bisherigen Studienabschlusses bzw. der bisherigen Leistungen (maximal 70 Punkte):
    • Anzahl der in den Sozialwissenschaften erworbenen ECTS-Punkte (insbesondere Psychologie, Soziologie, Kommunikationswissenschaften)
    • Anzahl der in den Wirtschaftswissenschaften erworbenen ECTS-Punkte
    • Anzahl der in empirischer Sozialforschung und Statistik erworbenen ECTS-Punkte
  • Besondere fachliche Qualifikationen, Kenntnisse und Fähigkeiten (maximal 22 Punkte):
    • (Abschluss-) Note im bisherigen Studienfach
    • Software-Kenntnisse im Bereich Statistik (z.B. STATA; SPSS; R)
  • Individuelle Kenntnisse (maximal 8 Punkte):
    • Praktika, Berufsausbildung
    • Sprachkenntnisse
    • Auslandsaufenthalte

Anhand der in der ersten Stufe erreichten Punktzahl entscheidet sich das weitere Vorgehen.

  • 100 bis 70 Punkte: direkte Zulassung
  • 69 bis 50 Punkte: Prüfung der schriftlichen Arbeitsprobe
  • 49 bis 0 Punkte: Ablehnung

BewerberInnen, die nach der ersten Stufe 69 bis 50 Punkte vorweisen, werden in einer zweiten Stufe auf ihre besondere fachliche Eignung getestet. Grundlage hierfür ist die eingereichte schriftliche Arbeitsprobe, die durch zwei Mitglieder der Zulassungskommission beurteilt wird. Bei diesem Verfahren werden maximal 20 Punkte vergeben (arithmetisches Mittel der beiden Bewertungen der Mitglieder der Zulassungskommission).

Erreicht der Bewerber in der Bewertung der Arbeitsprobe mindestens 11 Punkte, erfolgt eine Zulassung, anderenfalls eine Ablehnung.

Bei Fragen bezüglich der Zulassung können Sie sich gerne an die zuständige Masterkoordination wenden: wiwi-ma-sozoek@fau.de.

Der Masterstudiengang Sozialökonomik baut auf dem Wissen des Bachelorstudiengangs Sozialökonomik, Schwerpunkt Verhaltenswissenschaften, auf und bietet weitere Vertiefungs- und Anwendungsbereiche. Aber auch mit anderen Bachelor-Studiengängen, die einen entsprechenden inhaltlichen Zuschnitt haben, können Sie sich erfolgreich für den Master Sozialökonomik bewerben. Wichtig für die Zulassung sind Kenntnisse in den Bereichen Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Statistik/empirische Sozialforschung aus dem BA-Studiengang.

Sollten Sie Interesse am Masterstudiengang haben und einen Abschluss in einem hier nicht aufgeführten Fach, einer anderen Hochschule oder aus dem Ausland besitzen, sollten Sie sich unbedingt mit dem / der Masterbeauftragten in Verbindung setzen.

Praktikum:

Ein einschlägiges Praktikum oder eine Berufstätigkeit von mindestens 6 Wochen (oder einem Äquivalent in Teilzeit) wird vorausgesetzt. Auch eine studiengangbezogene Berufstätigkeit oder Ausbildung wird anerkannt. Wann das Praktikum absolviert wurde, spielt dabei keine Rolle. Das Praktikum kann auch während des ersten Studienjahres nachgeholt werden. Einschlägige Praktikumsmöglichkeiten finden sich im Nürnberger Raum z.B. in Firmen, Verbänden, kommunalen Verwaltungen oder Einrichtungen des Bundes.

Englischkenntnisse:

Englischkenntnisse mindestens auf dem Niveau „English Level B2 (Common European Framework of Reference for Languages – CEFR) Vantage oder Upper intermediate“, sofern der erste berufsqualifizierende Abschluss bzw. die Hochschulzugangsberechtigung nicht in englischer Sprache erworben worden ist, werden vorausgesetzt; der Nachweis kann insbesondere durch die Vorlage von Schulzeugnissen (Fremdsprachenerwerb über mindestens 5 Jahre bis zum Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, Abschlussnote oder ggf. Durchschnittsnote der letzten zwei Jahre muss mindestens der deutschen Notenstufe 4 (ausreichend) bzw. 5 Punkten entsprechen) geführt werden.

Weitere Informationen zur Zulassung und Bewerbung erhalten Sie auch auf der Website des Studiengangs.

Module und Studienaufbau

Die Regelstudienzeit des Masterstudiengangs Sozialökonomik beträgt vier Semester. Innerhalb dieser Zeit werden den Studierenden umfassende Kenntnisse wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse aus der Perspektive verschiedener Disziplinen vermittelt. Dabei können Kurse unter anderem aus den Bereichen Soziologie, Psychologie, BWL, VWL und Kommunikationswissenschaften belegt werden.

Aufbau des Studiums:

Die methodischen Vorkenntnisse der Master-Erstsemester unterscheiden sich in der Regel stark. Das liegt daran, dass wir Bachelor-AbsolventInnen verschiedener Fachrichtungen (Soziologie, Psychologie, BWL, VWL und Kommunikationswissenschaften) vereinen. Darum legen wir während des ersten Semesters großen Wert darauf, dass alle Studierenden eine intensive und anspruchsvolle Ausbildung in den wissenschaftlichen Methoden der Erhebung, Auswertung und Interpretation sozial- und wirtschaftsbezogener Daten erhalten und diese in verschiedenen Disziplinen anwenden.

Nachdem im ersten Semester ein stabiles wissenschaftliches Fundament gelegt wurde, geht es im zweiten und dritten Semester mit Vertiefung dieser Kenntnisse, freier Vertiefung und Praxis-Bezug weiter. Alle Studierende durchlaufen ein umfangreiches Projektseminar, das sich bis ins dritte Semester fortsetzt. In diesem wird in kleinen Gruppen eine wissenschaftliche Fragestellung selbständig erarbeitet und im Rahmen eines empirischen Forschungsprojekts umgesetzt. Parallel dazu können die Master-SozialökonomInnen zwischen einer Vielzahl von Seminaren und Vorlesungen wählen, um je nach Interesse ihr Wissen zu vertiefen, Schwerpunkte zu setzen oder in freien Modulen in neuen Themengebieten zu schnuppern.

Während des vierten Semesters liegt die volle Konzentration auf der Masterarbeit. Diese kann in verschiedenen Fachrichtungen verankert sein. Sozialwissenschaftliche Arbeiten (Soziologie, Psychologie, Kommunikationswissenschaften) sind ebenso möglich wie Themen aus den Wirtschaftswissenschaften (VWL, BWL, Ökonometrie). Abschlussarbeiten können auch in Kooperation mit Unternehmen oder Forschungseinrichtungen geschrieben werden.

Schwerpunkte setzen:

Studierende haben die Möglichkeit, sich für einen Studienbereich zu qualifizieren, der bei erfolgreichem Abschluss in den Abschlussdokumenten bescheinigt wird. Wer einen der zwei freiwilligen Studienbereiche belegen will, muss im Wahlpflichtbereich während des zweiten und dritten Semesters mindestens 25 ECTS-Punkte aus Modulen der folgenden Studienbereiche erwerben:

  • Bildung, Beruf und Personal
  • Medien-, Markt- und Sozialforschung

Der Studienbereich setzt sich aus mindestens 25 ECTS-Punkte aus Modulen im sozialökonomischen Vertiefungsbereich sowie im freien Vertiefungsbereich zusammen. Welche Module welchen Studienbereichen zugeordnet werden können, entnehmen Sie bitte dem Modulhandbuch.

Zum gleichnamigen Bachelorstudiengang

Hier geht es weiter zum gleichnamigen Bachelorstudiengang Sozialökonomik.

Studienbeginn und Bewerbung

Für Master- und weiterführende Studiengänge gibt es unterschiedliche Bewerbungsfristen. Detaillierte Informationen zur Anmeldung sind auf der Website https://master.fau.de zu finden.

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Studiengang-Bild

Abschluss: Master of Science (MSc)
Studienart: Master
Standort: Nürnberg
Regelstudienzeit: 4 Semester
Studienbeginn: Wintersemester
Größe: (aktuell 50-150 Studierende)
Fakultät: Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Zugang: Qualifikationsfeststellungsverfahren