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Lehramt an Mittelschulen / Didaktik der Mittelschule

Allgemeines

Der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit Schwerpunkt Mittelschule an der FAU Erlangen-Nürnberg ist der einzige Lehrstuhl in Bayern, der sich sepzifisch der Ausbildung von Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrern widmet. Dort werden Sie nicht nur theoretisch und wissenschaftlich fundiert auf Ihre spätere Berufstätigkeit vorbereitet, sondern erhalten immer wieder die Möglichkeit, universitäre Lehre und schulische Realität in verschiedenen Kontexten zu verknüpfen.

Die Unterstützung und Begleitung in der Ausbildung Ihres Handlungsrepertoires für das spätere Arbeitsfeld Mittelschule entspricht dem innovativen Ansatz der Berufsfeldbezogenheit. Neben der Ausbildung spezifischen Fachwissens, wird großer Wert auf forschendes Lernen, die Gestaltung innovativer Lernumgebungen und die Förderung von Schlüsselkompetenzen gelegt.

Studium in Bayern

Grundlage ist das Bayerische Lehrerbildungsgesetz, das die schulartspezifische Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer regelt. Diese ist bayernweit an allen Hochschulen einheitlich und gliedert sich in ein Universitätsstudium und ein 2-jähriges Referendariat. Das Studium schließt man nach 7 Semestern Regelstudienzeit mit der Ersten Lehramtsprüfung ab. Diese setzt sich zusammen aus studienbegleitenden Universitätsprüfungen und dem Ersten Staatsexamen (in der Gewichtung 2 : 3). Das Referendariat sit bereits bezahlter Bestandteil des Berufslebens, schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab und muss nicht unbedingt direkt im Anschluss an die Erste Staatsprüfung angetreten werden. Die Einstellungschancen in den Staatlichen Schuldienst sind bedingt durch die Gesamtnote aus den beiden Lehramtsprüfungen. Beim LAMS spielt dabei die für das Studium gewählte Fächerkombination keine Rolle.

Studienaufbau und Prüfungen sind in der "Lehramtsstudiengänge an der Universität Erlangen-Nürnberg (LAPO)" geregelt.

Studiengangvergleich

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Studienbeginn und Bewerbungsfristen

Studienbeginn: Wintersemester

Die Webseiten der FAU bieten eine Übersicht über die aktuellen Bewerbungsfristen sowie Informationen zum lokalen Auswahlverfahren und zur Bewerbung.

Hier gibt es zudem Informationen zur Bewerbung für zulassungsfreie Fächer.

Das Unterrichtsfach

Im Unterrichtsfach entsprechen Studien- und Prüfungsanforderungen beim Lehramt an Mittelschulen exakt denen des gleichen Faches für Grundschulen. Für Mittelschulen sind wählbar:

  • Arbeitslehre (an der FAU nur Didaktikfach)
  • Biologie (Uni-NC)
  • Chemie
  • Deutsch
  • Didaktik des Deutschen als Zweitsprache (an der FAU nur Didaktikfach)
  • Englisch *) (nicht als Didaktikfach wählbar)
  • Geographie
  • Geschichte
  • Informatik
  • Kunst *)
  • Mathematik
  • Musik *)
  • Physik
  • Religionslehre (bei uns nur evangelische Religionslehre; katholische Religionslehre nur als Didaktikfach)
  • Sozialkunde
  • Sport *) (Lehrveranstaltungen finden in Erlangen statt)
  • *) Hinweise zur Anmeldung zu den Eignungsprüfungen sind den jeweiligen Fachinfos zu entnehmen.
Didaktik der Mittelschule
Kurz gefasst könnte man sagen: Didaktik ist die Wissenschaft vom Lehren und Lernen. Hier erfahren die Studierenden, wie man Lehr-Lern-Prozesse innerhalb und außerhalb der Schule entwickelt, theoretisch begründet und empirisch erforscht. In diesem Zusammenhang werden neben fachwissenschaftlichen auch bezugswissenschaftliche Erkenntnisse z. B. aus der Pädagogik und Psychologie berücksichtigt. Beim Lehramt an Mittelschulen ist neben dem Unterrichtsfach auch eine Fächerkombination zu studieren, die als Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule bezeichnet wird.

Kombinationsmöglichkeiten

Die Prüfungsordnung erlaubt ausschließlich folgende Kombinationsformel 1 Unterrichtsfach + 2 Didaktikfächer aus a) oder 2 Didaktikfächer aus b) + 1 Didaktikfach aus c):

Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule

entweder

a) -> Deutsch mit entweder Geographie, Geschichte, Sozialkunde, Arbeitslehre oder Didaktik des Deutschen als Zweitsprache

oder

b) -> Mathematik mit entweder Biologie (ohne NC), Chemie, Physik, Arbeitslehre oder Didaktik des Deutschen als Zweitsprache

und

c) -> Musik, Kunsterziehung, Sport (jeweils ohne Eignungsprüfung) oder Religionslehre (evangelisch und katholisch)

Bedingung: ob als Unterrichts- oder als Didaktikfach, jedes Fach darf nur einmal vorkommen. Dabei gibt es drei Sonderfälle

  • Wird Deutsch als Unterrichtsfach gewählt, und Sie entscheiden sich für die Didaktikgruppe a), so muss Deutsch durch ein anderes Didaktikfach dieser Gruppe ersetzt werden, mit Ausnahme von Didaktik des Deutschen als Zweitsprache.
  • Wird Mathematik als Unterrichtsfach gewählt, und Sie entscheiden sich für die Didaktikgruppe b), so muss Mathe durch ein anderes Didaktikfach dieser Gruppe ersetzt werden, mit Ausnahme von Didaktik des Deutschen als Zweitsprache.
  • Wird Musik, Kunst, Sport oder evangelische Religionslehre als Unterrichtsfach gewählt, kann innerhalb der Didaktiken der Fächergruppe der Mittelschule an diese jedes andere oben gelistete Fach treten.

Wird Didaktik des Deutschen als Zweitsprache innerhalb der Didaktikgruppe gewählt, wird eine Kombination mit Deutsch als Unterrichtsfach oder Didaktikfach empfohlen.

Die Fächerwahl ist derzeit nicht für die Einstellungschancen relevant, da man bei der späteren Berufstätigkeit hauptsächlich als Klassenlehrer/in eingesetzt wird und alles unterrichten muss.

Grundlagen- und Orientierungsprüfung
Zum Bestehen der Grundlagen- und Orientierungsprüfung sind bis zum Ende des zweiten Semesters Prüfungen der gewählten Fächer im Umfang von insgesamt 40 ECTS-Punkten gemäß den fachlichen Vorgaben erfolgreich abzulegen. Im Lehramt an Mittelschulen entfallen mindestens je ein abgeschlossenes Modul auf die Fachwissenschaft des Unterrichtsfachs, die Didaktiken der Fächergruppen oder Didaktik des Unterrichtsfachs und die Erziehungswissenschaften.
Zulassungsvoraussetzungen zur 1. Staatsprüfung
Die Bewertung der studienbegleitenden Prüfungen erfolgt durch ECTS-Punkte (ECTS). 1 ECTS entspricht in etwa einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Für die Zulassung zum ersten Staatsexamen für Lehramt an Mittelschulen müssen laut LPO I insgesamt 210 ECTS erworben werden. Die genauen Zahlen werden in der Studienordnung von der Hochschule selbst festgelegt:
  • Unterrichtsfach 54 ECTS
  • Didaktik des Unterrichtsfachs 12 ECTS
  • Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule: 3 x 20 ECTS = 60 ECTS
  • Schriftl. Hausarbeit (= Zulassungsarbeit) 10 ECTS
  • Mittelschulpädagogik + Basismodul Berufsorientierung* 14 ECTS + 3 ECTS
  • Erziehungswissenschaften (Psychologie, Allg. Pädagogik, Schulpäd.) 35 ECTS (15 + 10 + 10)
  • Gesellschaftswissenschaften (Religion, Philosophie, Politik, Soziologie, Landes- / Volkskunde) 8 ECTS
  • pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum 6 ECTS
  • studienbegleitendes fachdid. Praktikum 5 ECTS
  • zusätzlich studienbegl. Praktikum 3 ECTS
  • Insgesamt 210 ECTS

* Studierende, die das Fach Arbeistlehre im Rahmen der Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule gewählt haben, können sich anstelle des Basismoduls 3 ECTS aus dem Modul "Arbeit und Beruf" anrechnen lassen

Zusätzliche Leistungsanforderungen (§38 LPO I)

Bei der Meldung zum 1. Staatsexamen sind folgende Leistungen nachzuweisen:
  • a) Fremdsprachliche Qualifikation in Englisch (Stufe B2 - wird i.d.R. durch Englischunterricht an der Schule nachgewiesen)
  • b) Basisqualifikation im Fach Sport, wenn Sport nicht als Unterrichtsfach oder in der Didaktikgruppe gewählt wird
  • c) Falls Kunst im Rahmen der Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule gewählt wurde, ist ein dreitägiges Blockseminar aus dem Bereich "Gestalten im Schulalltag" als zusätzliche Leistung nachzuweisen.
  • d) Falls Sport im Rahmen der Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule gewählt wurde, sind folgende zusätzliche Leistungen nachzuweisen:
    • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    • Deutsches Sportabzeichen in Bronze
    • erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung in Erster Hilfe (nicht älter als drei Jahre, mindestens 16 Stunden)
    • Teilnahme an einer Winter- oder Sommersportwoche

Erziehungswissenschaften

Lehrer haben neben der "Wissensvermittlung" in der Schule auch eine erzieherische Aufgabe. Den theoretischen Hintergrund dazu liefert das erziehungswissenschaftliche Studium. Insgesamt müssen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung 35 ECTS im erziehungswissenschaftlichen Studium nachgewiesen werden. Hinzu kommen 8 ECTS aus dem Bereich Gesellschaftswissenschaften.
Praktika
Damit es im Studium nicht nur bei Theorie bleibt, sind insgesamt 5 Praktika zu absolvieren:
  • Orientierungspraktikum (3 Wochen)
  • Betriebspraktikum (8 Wochen)
  • Pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum
  • studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum
  • studienbegleitendes grundschuldidaktisches Praktikum
Erweiterungen
Das Examen für Mittelschullehramt kann unter anderem erweitert werden mit Didaktik der Grundschule, einem weiteren Unterrichtsfach, Ethik, Didaktik des Deutschen als Zweitsprache, Darstellendes Spiel, Islamischer Unterricht und/oder Medienpädagogik.

Wegen des für die Verbesserung der Einstellungschancen eher fraglichen Wertes einer Erweiterung, sollten Sie sich unbedingt unser Merkblatt Erweiterung des Lehramtsstudiums ansehen.

Weitere Informationen beim IBZ (Merkblätter) und auf den Seiten der Fachdidaktiken und des ZfL.

Schriftliche Hausarbeit
Voraussetzung für die Zulassung zum ersten Staatsexamen ist eine schriftliche Hausarbeit (§ 29 LPO I), die in einem Fach der gewählten Fächerverbindung oder in Erziehungswissenschaften angefertigt werden kann. Mit der schriftlichen Hausarbeit werden 10 ECTS nachgewiesen.
Bachelortitel
Studierende im Lehramtsstudiengang für Mittelschulen können aufgrund der bis zum Ende des sechsten Semesters abzulegenden Modulprüfungen den akademischen Grad "Bachelor of Education" (B. Ed.) erwerben, wobei die schriftliche Hausarbeit als Bachelorarbeit gewertet wird. Der Titel wird auf Antrag bei Vorliegen von 180 ECTS verliehen, auch wenn einzelne der vorgesehenen Modulprüfungen erst nach Ablauf des sechsten Semesters abgelegt worden sind.

Studierende der FAU, die sich bereits vor Abschluss des Lehramtsstudiums für einen Masterstudiengang bewerben wollen, können dies in der Regel ab dem Erwerb von mindestens 140 ECTS tun.

Studiendauer und Meldefristen
Die LPO I sieht für das Grundschullehramt eine Mindeststudienzeit von 6 Semestern vor. Ein schnelles Studium wird durch eine "Freischussregelung" belohnt: Wenn man die erste Staatsprüfung unmittelbar im Anschluss an das 7. Hochschulsemester ablegt, gilt die Prüfung bei Nichtbestehen als nicht abgelegt. Man hat dann noch die zwei regulären Prüfungschancen.

§ 31 der LPO I regelt die Höchststudiendauer: Bei LAMS muss man die Prüfung spätestens im Anschluss an die Lehrveranstaltungen des 11. Fachsemesters ablegen, sonst gilt die Prüfung wegen Fristüberschreitung als erstmals nicht bestanden. Die Prüfung darf danach nur einmal wiederholt werden.

Hinweis: Trotz sorgfältiger Prüfung können wir nicht ausschließen, dass sich vereinzelt Fehler eingeschlichen haben. Deshalb empfehlen wir allen Studieninteressierten, sich vor Studienbeginn noch einmal ausführlich beim Informations- und Beratungszentrum der FAU zu informieren.

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Abschluss: Lehramt Mittelschule
Studienart: Lehramt, Lehramtserweiterung
Standort: Nürnberg
Regelstudienzeit: 7 Semester
Studienbeginn: Wintersemester
Sprache: Deutsch
Zugang: Zulassungsfrei
Frühstudium: nein
Teilzeitstudium: nein
Fakultät: Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie

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