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Uni oder Fachhochschule?

Hochschule für angewandte Wissenschaften Universität
anwendungs- bzw. praxisorientiert wissenschafts-, forschungs- bzw. entwicklungsorientiert
Vermittlung von praxisrelevantem Fachwissen Vermittlung von umfangreichem Grundlagenwissen
Vermittlung von Anwendungswissen Vermittlung von Methoden- als auch breit gefächerter Anwendungskompetenz
Vielfältige außeruniversitäre Praktika Vielfältige außeruniversitäre Praktika
ProfessorInnen mit außeruniversitärer Berufspraxis (Unternehmen, Verbände usw.) größeres und breiteres Fachangebot
Verschulter, geringere Zahl an Studierenden Professoren mit hoher Forschungserfahrung
Organisationstalent und Lernbereitschaft Organisationstalent und Lernbereitschaft
Generell lässt sich sagen, dass das Fächerangebot der Universitäten im Vergleich zu Fachhochschulen größer ist. Bestimmte Studiengänge, wie Jura, Medizin, Lehramt oder Studiengänge aus dem Feld der Geisteswissenschaften (Philosophie, Soziologie oder Sprachwissenschaften) können nur an Universitäten studiert werden.

Universität

  • Zugangsvoraussetzungen: Allgemeine bzw. Fachgebundene Hochschulreife, d.h. Du hast ein Abitur von einem Gymnasium, einer Berufsoberschule, Fachakademie, Berufsfachschule, einem Berufs- oder Studienkolleg oder einem beruflichen Gymnasium bzw. Fachgymnasium. Unter bestimmten Voraussetzungen sind aber auch ein Hochschulzugang für MeisterInnen und ein fachgebundener Hochschulzugang für qualifizierte Berufstätige möglich.
  • In Vorlesungen und Seminaren wird ein umfangreiches und breit gefächertes theoretisches Grundlagenwissen vermittelt. Die Ausbildung an der Universität ist breit aber auch in der Tiefe anspruchsvoll.
  • An Universitäten lernen Studierende wissenschaftliches Arbeiten und Methodenkompetenz. Dies schlägt sich in allen schriftlichen Arbeiten nieder, die forschungsorientiert und wissenschaftlich sein müssen.
  • Studierende können vielfältige außeruniversitäre Praktika absolvieren und bereits im Studium an Forschungsprojekten mitarbeiten.
  • Auch wenn die Struktur des Studiums an den Universitäten im Zuge der Umstellung auf die Bachelor- und Masterabschlüsse etwas verschulter und straffer geworden ist, gibt es breitgefächerte Möglichkeiten, sich zu spezialisieren.
  • Professoren an Universitäten zeichnen sich durch intensive Forschungsarbeit aus.
  • Für ein Uni-Studium sollte man eine gute Portion Selbstorganisation und Selbstdisziplin mitbringen, da eigenständiges Lernen vorausgesetzt wird.
  • Die Promotion, also die Verleihung des Doktortitels, und die Habilitation, die Verleihung der Lehrbefugnis an Hochschulen, die nötig ist, um Professor werden zu können, sind exklusiv den Universitäten vorbehalten.

Hochschule für angewandte Wissenschaften

  • Zugangsvoraussetzungen: Fachhochschulreife. AbsolventInnen der Meisterprüfung wird der allgemeine Hochschulzugang meist eröffnet, wenn sie ein Beratungsgespräch an der Hochschule absolviert haben. Der fachgebundene Hochschulzugang wird eröffnet, wenn nach erfolgreichem Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung und anschließender i.d.R. mindestens dreijähriger hauptberuflicher Berufspraxis, jeweils in einem dem angestrebten Studiengang fachlich verwandten Bereich, die Studieneignung festgestellt wurde.
  • Das Studium an der HAW ist stärker auf die praktische Anwendung im jeweiligen Fachgebiet ausgerichtet. In den Lehrveranstaltungen geht es in erster Linie um anwendbares Wissen und die Vermittlung des Know-Hows, das Wissen auch anzuwenden.
  • Zum Studium an der HAW gehören oft Praxisprojekte oder Abschlussarbeiten in der Wirtschaft.
  • An den HAWs ist ein Semester als Praxissemester in einem Unternehmen vorgesehen.
  • HAWs sind oft kleiner, sodass die Zahl der Studierenden in den Vorlesungen meist geringer ist als an Universitäten.
  • Eine Besonderheit stellen die ProfessorenInnen dar, die mindestens fünf Jahre Berufspraxis, drei davon außerhalb des Hochschulbetriebs, nachweisen müssen.
  • Die HAWs sind verschulter; die Studierenden sind oft in Klassenverbänden untergebracht.
Wichtig: Bachelor-Abschlüsse von Fachhochschulen und Universitäten sind formal gleichwertig; es kann also theoretisch zwischen den Hochschulformen gewechselt werden. Da die Studieninhalte der jeweiligen Fächer an Universität und HAW allerdings unterschiedlich sein können, musst Du bei einem Hochschul-Wechsel damit rechnen, dass Du einige Kurse zusätzlich belegen musst. Dies erfordert einigen zeitlichen Aufwand, d.h. es ist möglich, dass sich die Dauer Deines Studiums durch den Wechsel verlängert.

Arbeitsmarkt und Verdienst

Beim Jobeinstieg und bei den Gehältern der BachelorabsolventInnen unterscheidet der Arbeitsmarkt kaum noch zwischen Uni und HAW, erst bei Masterabsolvent/innen wirkt sich der Abschluss entscheidend aus.

Nach fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung öffnet sich dann aber die „Schere“: In den obersten Chefetagen finden sich vermehrt UniabsolventInnen und mit zunehmender Berufserfahrung steigt der durchschnittliche Verdienst der Uni-AbsolventInnen deutlicher an als bei HAW-AbsolventInnen.


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